Heute morgen stand es fest: Barack Obama hat die US-Präsidentschaftswahlen gewonnen, und das mit einer deutlichen Mehrheit. Mich hat Barack Obama seit seiner grandiosen Rede auf dem demokratischen Parteitag 2004 fasziniert. Deshalb freut es mich wirklich, dass er es jetzt tatsächlich geschafft hat.
Ich gebe zu, dass ich bereits gestern abend so zuversichtlich war, dass ich mir die ultimative Hitliste für die Obama-Siegesparty auf taz.de durchgehört habe. Jetzt, wo der Sieg fest steht, bin ich eher gespannt, was Obama daraus machen wird, ob es ihm gelingen wird, trotz all der Probleme, die George W. Bush hinterlassen hat, wenigstens einen Teil dessen umzusetze, was er angekündigt hat.
Ich bin sicher nicht mit allem einverstanden, was er vertritt. Gerade in den letzten Wochen hatte ich oft den Eindruck, dass er sich zu sehr dem amerikanischen Common Sense anbiedert. Aber ich wüssze keine deutsche Partei, deren Wahlprogramm ich auch nur annähernd so überzeugend fände wie das von Barack Obama.
Am meisten bin ich aber gespannt, ob es Obama gelingt, die Mobilisierung, die er durch seine Kampagne geschaffen hat, als Gegenmacht gegen die Macht der Lobbyisten zu nutzen.
But the reason our campaign has always been different is because it’s not just about what I will do as President, it’s also about what you, the people who love this country, can do to change it.
Meine Frage ist, ob diese Wort aus Obamas “Yes we can”-Rede nach den Primaries in New Hampshire bloße Wahlkampfrhetorik sind oder ob ein Konzept dahinter seht.