Weblog von Meneteqel

OpenOffice.org eine billige Kopie von Microsoft Office?

Vor gut drei Jahren habe ich in diesem Blog geschrieben:

Auf jeden Fall stellt sich das zwanghafte Bemühen der OpenOffice.org-Entwickler, Microsoft Office möglichst ähnlich zu werden, nun als absurdes Unterfangen dar. Statt dessen wäre es besser gewesen, die eigenen Stärken auszubauen (die StarOffice immer schon hatte) und mit innovativen Konzepten weiterzuentwickeln. Die Vorstellung, „usability“ sei, was so funktioniert wie in MS Office, ist ein Missverständnis, auch wenn die meisten usability-issues im OpenOffice.org-Bugtracking-System diesem Schema folgen.

Da habe ich mich wohl etwas zu früh gefreut. Inzwischen stellt das OpenOffice.org-Team erste Ergebnisse seines Renaissance-Projekts zum Testen bereit.

Martine Aubry gewinnt Stichwahl bei den französischen Sozialisten

C’était certainement une riche idée de Jean Auroux à l’époque, mais il faut savoir que les lois Auroux ont été rédigées par Martine Aubry. C’est elle qui les a écrites. Ce n’est pas Auroux. C’est Martine Aubry qui était à l’époque le directeur de cabinet de Jean Auroux, qui est devenue Ministre plus tard et qui est la fille de Jacques Delors.
C’est elle qui les a écrites parce que c’est une philosophie – Bon, je suis peut-être un peu dur – c’est la philosophie un petit peu de la doctrine sociale de l’église, il y a un peu le côté social-démocrate, plutôt chrétien-démocrate de Mme Aubry qui est très proche de l’église progressiste.

Das war sicher eine gute Idee von Jean Auroux damals. Aber man muss wissen, dass die Auroux-Gesetze von Martine Aubry verfasst worden sind. Sie hat sie geschrieben, nicht Auroux. Martine Aubry war’s, die damals Staatssekretärin bei Jean Auroux war, die später Ministerin wurde und die Tochter von Jacques Delors ist.
Sie hat sie geschrieben.

John McCain’s Concession Speech

Was mich an den Bildern von der Präsidentschaftswahl in den USA heute am meisten beeindruckt hat, ist die Rede von John McCain. Da zeigt er gerade in der Niederlage seine Größe.

Herzlichen Glückwunsch, Barack Obama

Heute morgen stand es fest: Barack Obama hat die US-Präsidentschaftswahlen gewonnen, und das mit einer deutlichen Mehrheit. Mich hat Barack Obama seit seiner grandiosen Rede auf dem demokratischen Parteitag 2004 fasziniert. Deshalb freut es mich wirklich, dass er es jetzt tatsächlich geschafft hat.

Ich gebe zu, dass ich bereits gestern abend so zuversichtlich war, dass ich mir die ultimative Hitliste für die Obama-Siegesparty auf taz.de durchgehört habe. Jetzt, wo der Sieg fest steht, bin ich eher gespannt, was Obama daraus machen wird, ob es ihm gelingen wird, trotz all der Probleme, die George W. Bush hinterlassen hat, wenigstens einen Teil dessen umzusetze, was er angekündigt hat.

Colin Powell unterstützt Barack Obama

Das wäre an sich noch nicht sonderlich berichtenswert. Bemerkenswert ist, wie Colin Powell diese Entscheidung begründet:

Ich weiß nicht, ob dies wirklich die “most important, most profound, more powerfully argued 7 minutes of this campaign” sind, aber diese klare und präzise Argumentation ist ein Genuss – etwa wenn Powell auf die Vorwürfe eingeht, Obama sei ein Moslem:

Homer Simpson wählt Barack Obama

Gerade bei jetzt.de entdeckt: der Simpsons-Spot zur US-Präsidentschaftswahl 2008.

Genau so stelle ich mir die Wahl 2008 auch vor. So lange in den USA Wahlmaschinen eingesetzt werden, wird immer der republikanische Kandidat gewinnen. Da mag der Wahlkampf noch so spannend sein, er bleibt doch nur reine Show.

Update 28.10.2008

Das YouTube-Video ist nicht mehr verfügbar, aber das Video lässt sich noch bei Google Video anschauen.

Bischof Mixa kritisiert Sarah Palin

Der katholische Militärbischof Walter Mixa hat, laut einem Bericht der Märkischen Allgemeinen, die amerikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin scharf kritisiert.

Kritisch äußerte sich Mixa zu früheren Äußerungen der amerikanischen Vizepräsidentschaftschaftskandidatin Sarah Palin von den Republikanern. Palin hatte vor ihrer Nominierung den Irak-Krieg als „von Gott gewollt“ bezeichnet. „Damit kann ich überhaupt nichts anfangen. Gott will keinen Krieg“, so der Bischof. Die Aussage Palins sei mit der Person Jesus Christus und dem Evangelium nicht vereinbar.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit Bischof Mixa mal vollständig einer Meinung bin. Und ich rechne ihm an, dass er diese klare Kritik ausspricht, obwohl er den politischen Positionen von Palin ansonsten näher stehen dürfte.

Bleibt zu hoffen, dass auch Kirchenleute in den USA ähnlich klare Worte finden werden.

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