Der katholische Militärbischof Walter Mixa hat, laut einem Bericht der Märkischen Allgemeinen, die amerikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin scharf kritisiert.
Kritisch äußerte sich Mixa zu früheren Äußerungen der amerikanischen Vizepräsidentschaftschaftskandidatin Sarah Palin von den Republikanern. Palin hatte vor ihrer Nominierung den Irak-Krieg als „von Gott gewollt“ bezeichnet. „Damit kann ich überhaupt nichts anfangen. Gott will keinen Krieg“, so der Bischof. Die Aussage Palins sei mit der Person Jesus Christus und dem Evangelium nicht vereinbar.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit Bischof Mixa mal vollständig einer Meinung bin. Und ich rechne ihm an, dass er diese klare Kritik ausspricht, obwohl er den politischen Positionen von Palin ansonsten näher stehen dürfte.
Bleibt zu hoffen, dass auch Kirchenleute in den USA ähnlich klare Worte finden werden.
Gestern lag das neue Heft der Zeitschrift Welt und Umwelt der Bibel in meinem Briefkasten, das der Zeit der Makkabäer und ihrer Bedeutung für christliche-jüdische Theologie und Frömmigkeit gewidmet ist.
Passend zum Erscheinungstermin, am Tag vor dem Dreikönigstag, gibt es auch zwei Artikel zur Verehrung der makkabäischen Märtyrer in der Domstadt Köln. Denn zusammen mit den Reliquien der Hl. Drei Könige wurden 1164 auch Reliquien der sieben Brüder und ihrer Mutter nach Köln überführt. Schließlich werden sie in der katholischen Kirche als Heilige verehrt, weil sie lieber in den Tod gegangen sind, als Schweinefleisch zu essen.
Jedes Jahr feiern wir Weihnachten mit seiner Botschaft des Friedens:
Δόξα ἐν ὑψίστοις θεῷ
καὶ ἐπὶ γῆς εἰρήνη ἐν ἀνθρώποις εὐδοκίας.„Ehre sei Gott in der Höhe,
und auf Erden Frieden den Menschen seiner Gnade!“ (Lk 2,14)
לא תשא את שם יהוה אלהיך לשוא
כי לא ינקה יהוה את אשר ישא את שמו לשוא
(Ex 20,7 = Dtn 5,11)
Das Gebot, den Namen Gottes nicht zu missbrauchen, dürfte heutzutage das am wenigsten geachtete Gebot von allen sein. Bei den zehn Geboten denkt jeder zuerst an „Du sollst nicht töten“ und „Du sollst nicht ehebrechen“. Die ersten drei Gebote spielen im öffentlichen Diskurs, in dem die zehn Gebote als eine Art ethischer Grundkonsens herhalten müssen, ohnehin keine Rolle. Aber dass es darin irgendwie auch um Monotheismus und Bilderverbot geht, dürfte den meisten noch geläufig sein. Aber den Namen Gottes missbrauchen?
Eine Bemerkung zu Anselm von Canterbury
»Noch immer bist du, Herr, meiner Seele verborgen in deinem Licht und deiner Glückseligkeit, und darum bewegt sie sich noch immer in ihrer Finsternis und ihrem Elend. Denn sie schaut umher und sieht deine Schönheit nicht. Sie horcht und hört doch deinen Wohlklang nicht. Sie riecht und nimmt deinen Wohlgeruch nicht wahr. Sie kostet und erkennt nicht deinen Geschmack. Sie streichelt und fühlt nicht deine Zartheit. Du hast dies nämlich in deiner unaussprechlichen Weise verborgen, der du es den Dingen gegeben hast, die du in ihrer Sinnlichkeit geschaffen hast, aber betäubt, erstarrt, verrammelt sind die Sinne meiner Seele durch die langjährige Schlaffheit der Sünde.«
Anselm von Canterbury, Proslogion, cap. XVII